DE-INK auf facebook
Die Erfindung DE-INK und ihre Bedeutung für den Umweltschutz![]()
1. Einführung: Recycling neu gedacht![]()
In Zeiten wachsender Umweltprobleme – insbesondere durch Plastikmüll und Ressourcenverbrauch – gewinnen innovative Recyclingverfahren zunehmend an Bedeutung. Eine solche Innovation ist DE-INK, ein Verfahren aus Deutschland, das einen neuen Ansatz im Umgang mit Kunststoffverpackungen bietet. Es knüpft an das bekannte Prinzip des „Deinking“ (Entfernung von Druckfarben) an, geht jedoch einen entscheidenden Schritt weiter.![]()
⸻![]()
2. Was ist DE-INK?![]()
DE-INK ist ein Verfahren, mit dem Druckfarben von Kunststoffverpackungen entfernt werden können. Anders als beim klassischen Papierrecycling wird hier nicht Papier, sondern Plastik behandelt.![]()
Das Prinzip ist vergleichsweise einfach:
• Verpackungen werden mit speziellen Lacken und Beschichtungen versehen
• Nach Gebrauch kann die Farbe mit heißem Wasser abgewaschen werden
• Die Farbreste werden herausgefiltert
• Der Kunststoff bleibt sortenrein zurück und kann hochwertig recycelt werden ![]()
Dadurch entsteht ein entscheidender Vorteil: Aus einer Verpackung (z. B. einem Joghurtbecher) kann wieder exakt die gleiche Verpackung hergestellt werden – ein echter Kreislauf.![]()
⸻![]()
3. Ursprung und Entwicklung![]()
Die DE-INK-Technologie wurde von einer Erfindergruppe aus dem niedersächsischen Oldenburg entwickelt und gemeinsam mit einem Industriepartner zur Marktreife gebracht .![]()
Der Name lehnt sich an das klassische „Deinking“ an, das bereits seit dem 18. Jahrhundert bekannt ist. Damals wurde erstmals Druckfarbe aus Papier entfernt, um es wiederzuverwenden . Während dieses Verfahren vor allem für Papier wichtig ist, überträgt DE-INK die Idee auf Kunststoff – ein Bereich, in dem Recycling bislang deutlich schwieriger ist.![]()
⸻![]()
4. Bedeutung für den Umweltschutz![]()
a) Verbesserung der Recyclingqualität
Ein großes Problem beim Kunststoffrecycling ist die Vermischung unterschiedlicher Materialien und Farben. Bedruckte Verpackungen lassen sich oft nur minderwertig recyceln.
DE-INK löst dieses Problem, indem es:
• Farben entfernt
• sortenreine Kunststoffe ermöglicht
• hochwertiges Recycling („Closed Loop“) erlaubt ![]()
⸻![]()
b) Ressourcenschonung
Recycling spart im Vergleich zur Neuproduktion erhebliche Mengen an Energie und Rohstoffen. Beim klassischen Recyclingprozess – etwa bei Papier – werden bereits große Einsparungen erzielt .![]()
DE-INK überträgt diesen Vorteil auf Kunststoffe und reduziert damit:
• den Bedarf an neuem Plastik
• den Verbrauch fossiler Rohstoffe![]()
⸻![]()
c) Reduktion von CO₂-Emissionen
Durch effizienteres Recycling entstehen:
• weniger Transportwege
• weniger Müllverbrennung
• geringere CO₂-Emissionen ![]()
Das Verfahren trägt somit direkt zum Klimaschutz bei.![]()
⸻![]()
d) Beitrag zur Kreislaufwirtschaft
Ein zentrales Ziel moderner Umweltpolitik ist die sogenannte Kreislaufwirtschaft. Produkte sollen möglichst vollständig wiederverwertet werden.![]()
DE-INK unterstützt dieses Konzept, indem es:
• Materialien im Kreislauf hält
• Abfall reduziert
• Recycling wirtschaftlich attraktiver macht![]()
⸻![]()
5. Vergleich mit klassischem Deinking![]()
Das traditionelle Deinking im Papierrecycling zeigt, wie wichtig die Entfernung von Druckfarben für die Wiederverwertung ist. Erst dadurch können Papierfasern mehrfach genutzt werden .![]()
DE-INK überträgt dieses Prinzip auf Kunststoff – und schließt damit eine Lücke im Recyclingbereich.![]()
⸻![]()
6. Herausforderungen und Zukunft![]()
Trotz großer Vorteile gibt es auch Herausforderungen:
• Anpassung der Verpackungsindustrie
• Kosten für neue Beschichtungen
• notwendige Infrastruktur![]()
Dennoch gilt DE-INK als vielversprechende Innovation, die das Potenzial hat, die Verpackungsindustrie nachhaltig zu verändern.![]()
⸻![]()
7. Fazit![]()
Die Erfindung DE-INK ist ein bedeutender Schritt in Richtung nachhaltiger Produktion und effektiver Müllvermeidung. Durch die einfache Entfernung von Druckfarben aus Kunststoffverpackungen ermöglicht das Verfahren hochwertiges Recycling und unterstützt die Kreislaufwirtschaft.![]()
Angesichts der globalen Plastikproblematik könnte DE-INK eine Schlüsselrolle im Umweltschutz der Zukunft spielen – ähnlich wie das klassische Deinking einst das Papierrecycling revolutionierte.
Eine wichtige Entscheidung für die Entwicklung unserer Erfindung DE-INK
Bundesrat drängt auf Praxistauglichkeit
www.neue-verpackung.de
Der Bundesrat hat vergangenen Freitag seine Stellungnahme zum Entwurf eines neuen Verpackungsrechts-Durchführungsgesetzes (VerpackDG) abgegeben. Ziel ist es, das deutsche Recht an die europäische Ve...
In Sachen PPWR verlangen 17 Verbände Aufschub! Klick auf den Link unten! Es geht um die EU-Verpackungsverordnung (Packaging and Packaging Waste Regulation, PPWR)
www.neue-verpackung.de
Hier ein interessanter Artikel vom Verband der Deutschen Druck- und Lackfarbenindustrie e.V.![]()
Lacke & Farben aktuell![]()
De-inking für bedruckte Verpackungen![]()
Die Transformation zu einer zirkulären Wirtschaft macht auch vor Verpackungen nicht halt: Eine gute Zusammenarbeit in der Wertschöpfungskette ist dabei auf allen Stufen von entscheidender Bedeutung. Eine wirksame Verbesserung der Rezyklatqualität für Kunststoffverpackungen entsteht durch die Einführung des sogenannten „De-inkings“ also der Entfernung der Druckfarbe vor dem eigentlichen Recyclingprozess.![]()
Die von der EU-Kommission eingebrachte Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR) steht bevor und hat das Ziel, Umweltauswirkungen durch Verpackungsmaterialien zu minimieren. Die PPWR ist ein Instrument aus dem Green Deal und Teil eines integrierten Ansatzes der EU zur Förderung der zirkulären Wirtschaft. Nach Abschluss der Trilogverhandlungen wird sie wohl Ende 2024 in Kraft treten, viele Details werden jedoch erst in der kommenden Legislaturperiode festgelegt. Dabei legt die PPWR den Fokus vor allem auf das sogenannte „Design for Recycling“ Auswirkungen auf den Bereich der Druckfarben wird die PPWR aber auch dann haben, insbesondere für die Bedruckung und das Recycling von Kunststoffen.![]()
Denn während die Recyclingrate bei Verpackungen aus Papier und Karton aktuell bei rund 80 Prozent liegt, beträgt sie bei Kunststoffen in der EU lediglich knapp unter 40 Prozent. Damit die Transformation zu einer zirkulären Wirtschaft auch in diesem Bereich gelingt, müssen die Designaspekte UND die Recyclingprozesse weiter optimiert werden. Bei bedruckten Kunststoffverpackungen sollte daher in Zukunft das sogenannte „De-inking“ eine große Rolle spielen![]()
Verpackungen im Kreislauf![]()
Um eine funktionierende Kreislaufwirtschaft gemäß den ambitionierten Zielen des Green Deals zu gewährleisten, ist es wichtig, dass Verpackungsmaterialien (Papier, Kunststoff, etc.) effizient recycliert werden. Die Bedruckung darf also die Recyclingfähigkeit des Verpackungsmaterials nicht behindern. Um hochwertige Rezyklate zu erhalten, ist es wichtig, die Bedruckung vor dem Recycling über einen sogenannten De-inking- Prozess zu entfernen. Solche Verfahren sind bereits im Recycling grafischer Papiere Standard und müssen nun auch im Bereich des Kunststoffrecyclings etabliert werden, um ambitionierte Recyclingraten zu erreichen. Versuche in Pilotanlagen sowie erste industrielle Verfahren auf der Grundlage wässriger Waschlösungen haben ihre Wirksamkeit beim De-inking einer breiten Palette von Druckfarben- und Beschichtungskategorien gezeigt. Es ist sogar gelungen, durch die Entfernung der Pigmente voll ständig transparente Rezyklate herzustellen, was den Wert der Rezyklate erhöht. Dies ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft.![]()
Zirkuläre Wirtschaft ganzheitlich denken![]()
Die zirkuläre Wirtschaft beruht darauf, dass der gesamte Produktlebenszyklus in den Blick genommen wird und alle Akteure ihren Beitrag leisten. Nur so können alle Stellschrauben genutzt und das Ergebnis optimiert werden. Dies betrifft die Designphase, aber auch die Optimierung der Recyclingprozesse sowie das effiziente Sammeln und Sortieren. Insbesondere das Zusammenspiel von Bedruckung und Recyclingprozess muss ganzheitlich betrachtet werden. Die Lack- und Druckfarbenindustrie wird ihre Rolle im Transformationsprozess zu einer zirkulären Wirtschaft spielen und Lösungen für viele der damit verbunden Herausforderungen im Sinne des „Design for Recycling“ entwickeln. Gelingen kann die Transformation jedoch nur, wenn neben diesen Bemühungen auch die Recyclingprozesse verbessert werden![]()
De-inking-Schritt bei Kunststoffen etablieren![]()
Das De-inking von Post-Consumer-Kunststoffabfällen gilt als der bevorzugte Weg zur Verbesserung der Kreislauffähigkeit von bedruckten Kunststoffmaterialien. Die flächendeckende Etablierung von De-inking-Schritten im Recycling von bedruckten Kunststoffverpackungen ist also entscheidend, um die ambitionierten Recyclingquoten zu erreichen. Um das De-inking von Kunststoffabfällen zu fördern und technologische Fortschritte zu gewährleisten, ist die Zusammenarbeit mit Recyclingunternehmen und anderen interessierten Akteuren erforderlich.![]()
Die Mitgliedsunternehmen des Europäischen Verbands der Druckfarbenhersteller „EuPIA“ haben bereits Lösungen für das De-inking von bedruckten Kunststoffen entwickelt. Die Branche arbeitet zusammen mit der Recyclingindustrie an noch effizienteren Lösungen, um die Rückgewinnung von Kunststoffen zu ermöglichen und die Kreislauffähigkeit von Kunststoffverpackungen zu erreichen.![]()
EuPIA-position-paper-on-deinking- of-plastic-packaging-waste.pdf![]()
Alexander Schneider![]()
Leiter Kommunikation
19.04.2024![]()
Tel.: 069 2556 1707
eMail: schneider@vci.de
Aus dem FOCUS, 22.05.2025, Wir sparen Milliarden. Vor allem in Deutschland: Unbemerkt boomt jetzt diese Sechs-Milliarden-Euro-Branche![]()
"Auch der Nachhaltigkeitsexperte Wilhelm Mirow sieht darin eine große Chance. Er betont, wie viel Kosten wir durch Kreislaufwirtschaft sparen könnten. Ein Beispiel sind die Kunststoffe. “Die werden aus Erdöl produziert und landen in der Müllverbrennungsanlage, sofern sie nicht recycelt oder deponiert werden”, so Mirow. 2024 importierte Deutschland Erdöl im Wert von 44 Milliarden Euro, etwa acht bis zehn Prozent landen in der Produktion chemischer Stoffe und von Kunststoffen. Für den Nachhaltigkeitsexperten eine einfache Rechnung: “Wir sparen also alleine etwa fünf Milliarden Euro jährlich, wenn wir unsere Kunststoffe im Sinne der Kreislaufwirtschaft wieder verwerten oder durch Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen anstelle von Erdöl ersetzen.”