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1 week ago

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Die Erfindung DE-INK und ihre Bedeutung für den Umweltschutz1. Einführung: Recycling neu gedachtIn Zeiten wachsender Umweltprobleme – insbesondere durch Plastikmüll und Ressourcenverbrauch – gewinnen innovative Recyclingverfahren zunehmend an Bedeutung. Eine solche Innovation ist DE-INK, ein Verfahren aus Deutschland, das einen neuen Ansatz im Umgang mit Kunststoffverpackungen bietet. Es knüpft an das bekannte Prinzip des „Deinking“ (Entfernung von Druckfarben) an, geht jedoch einen entscheidenden Schritt weiter.2. Was ist DE-INK?DE-INK ist ein Verfahren, mit dem Druckfarben von Kunststoffverpackungen entfernt werden können. Anders als beim klassischen Papierrecycling wird hier nicht Papier, sondern Plastik behandelt.Das Prinzip ist vergleichsweise einfach: • Verpackungen werden mit speziellen Lacken und Beschichtungen versehen • Nach Gebrauch kann die Farbe mit heißem Wasser abgewaschen werden • Die Farbreste werden herausgefiltert • Der Kunststoff bleibt sortenrein zurück und kann hochwertig recycelt werden Dadurch entsteht ein entscheidender Vorteil: Aus einer Verpackung (z. B. einem Joghurtbecher) kann wieder exakt die gleiche Verpackung hergestellt werden – ein echter Kreislauf.3. Ursprung und EntwicklungDie DE-INK-Technologie wurde von einer Erfindergruppe aus dem niedersächsischen Oldenburg entwickelt und gemeinsam mit einem Industriepartner zur Marktreife gebracht .Der Name lehnt sich an das klassische „Deinking“ an, das bereits seit dem 18. Jahrhundert bekannt ist. Damals wurde erstmals Druckfarbe aus Papier entfernt, um es wiederzuverwenden . Während dieses Verfahren vor allem für Papier wichtig ist, überträgt DE-INK die Idee auf Kunststoff – ein Bereich, in dem Recycling bislang deutlich schwieriger ist.4. Bedeutung für den Umweltschutza) Verbesserung der RecyclingqualitätEin großes Problem beim Kunststoffrecycling ist die Vermischung unterschiedlicher Materialien und Farben. Bedruckte Verpackungen lassen sich oft nur minderwertig recyceln.DE-INK löst dieses Problem, indem es: • Farben entfernt • sortenreine Kunststoffe ermöglicht • hochwertiges Recycling („Closed Loop“) erlaubt b) RessourcenschonungRecycling spart im Vergleich zur Neuproduktion erhebliche Mengen an Energie und Rohstoffen. Beim klassischen Recyclingprozess – etwa bei Papier – werden bereits große Einsparungen erzielt .DE-INK überträgt diesen Vorteil auf Kunststoffe und reduziert damit: • den Bedarf an neuem Plastik • den Verbrauch fossiler Rohstoffec) Reduktion von CO₂-EmissionenDurch effizienteres Recycling entstehen: • weniger Transportwege • weniger Müllverbrennung • geringere CO₂-Emissionen Das Verfahren trägt somit direkt zum Klimaschutz bei.d) Beitrag zur KreislaufwirtschaftEin zentrales Ziel moderner Umweltpolitik ist die sogenannte Kreislaufwirtschaft. Produkte sollen möglichst vollständig wiederverwertet werden.DE-INK unterstützt dieses Konzept, indem es: • Materialien im Kreislauf hält • Abfall reduziert • Recycling wirtschaftlich attraktiver macht5. Vergleich mit klassischem DeinkingDas traditionelle Deinking im Papierrecycling zeigt, wie wichtig die Entfernung von Druckfarben für die Wiederverwertung ist. Erst dadurch können Papierfasern mehrfach genutzt werden .DE-INK überträgt dieses Prinzip auf Kunststoff – und schließt damit eine Lücke im Recyclingbereich.6. Herausforderungen und ZukunftTrotz großer Vorteile gibt es auch Herausforderungen: • Anpassung der Verpackungsindustrie • Kosten für neue Beschichtungen • notwendige InfrastrukturDennoch gilt DE-INK als vielversprechende Innovation, die das Potenzial hat, die Verpackungsindustrie nachhaltig zu verändern.7. FazitDie Erfindung DE-INK ist ein bedeutender Schritt in Richtung nachhaltiger Produktion und effektiver Müllvermeidung. Durch die einfache Entfernung von Druckfarben aus Kunststoffverpackungen ermöglicht das Verfahren hochwertiges Recycling und unterstützt die Kreislaufwirtschaft.Angesichts der globalen Plastikproblematik könnte DE-INK eine Schlüsselrolle im Umweltschutz der Zukunft spielen – ähnlich wie das klassische Deinking einst das Papierrecycling revolutionierte. ... See MoreSee Less
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9 months ago

De-Ink
Hier ein interessanter Artikel vom Verband der Deutschen Druck- und Lackfarbenindustrie e.V.Lacke & Farben aktuellDe-inking für bedruckte VerpackungenDie Transformation zu einer zirkulären Wirtschaft macht auch vor Verpackungen nicht halt: Eine gute Zusammenarbeit in der Wertschöpfungskette ist dabei auf allen Stufen von entscheidender Bedeutung. Eine wirksame Verbesserung der Rezyklatqualität für Kunststoffverpackungen entsteht durch die Einführung des sogenannten „De-inkings“ also der Entfernung der Druckfarbe vor dem eigentlichen Recyclingprozess.Die von der EU-Kommission eingebrachte Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR) steht bevor und hat das Ziel, Umweltauswirkungen durch Verpackungsmaterialien zu minimieren. Die PPWR ist ein Instrument aus dem Green Deal und Teil eines integrierten Ansatzes der EU zur Förderung der zirkulären Wirtschaft. Nach Abschluss der Trilogverhandlungen wird sie wohl Ende 2024 in Kraft treten, viele Details werden jedoch erst in der kommenden Legislaturperiode festgelegt. Dabei legt die PPWR den Fokus vor allem auf das sogenannte „Design for Recycling“ Auswirkungen auf den Bereich der Druckfarben wird die PPWR aber auch dann haben, insbesondere für die Bedruckung und das Recycling von Kunststoffen.Denn während die Recyclingrate bei Verpackungen aus Papier und Karton aktuell bei rund 80 Prozent liegt, beträgt sie bei Kunststoffen in der EU lediglich knapp unter 40 Prozent. Damit die Transformation zu einer zirkulären Wirtschaft auch in diesem Bereich gelingt, müssen die Designaspekte UND die Recyclingprozesse weiter optimiert werden. Bei bedruckten Kunststoffverpackungen sollte daher in Zukunft das sogenannte „De-inking“ eine große Rolle spielenVerpackungen im KreislaufUm eine funktionierende Kreislaufwirtschaft gemäß den ambitionierten Zielen des Green Deals zu gewährleisten, ist es wichtig, dass Verpackungsmaterialien (Papier, Kunststoff, etc.) effizient recycliert werden. Die Bedruckung darf also die Recyclingfähigkeit des Verpackungsmaterials nicht behindern. Um hochwertige Rezyklate zu erhalten, ist es wichtig, die Bedruckung vor dem Recycling über einen sogenannten De-inking- Prozess zu entfernen. Solche Verfahren sind bereits im Recycling grafischer Papiere Standard und müssen nun auch im Bereich des Kunststoffrecyclings etabliert werden, um ambitionierte Recyclingraten zu erreichen. Versuche in Pilotanlagen sowie erste industrielle Verfahren auf der Grundlage wässriger Waschlösungen haben ihre Wirksamkeit beim De-inking einer breiten Palette von Druckfarben- und Beschichtungskategorien gezeigt. Es ist sogar gelungen, durch die Entfernung der Pigmente voll ständig transparente Rezyklate herzustellen, was den Wert der Rezyklate erhöht. Dies ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft.Zirkuläre Wirtschaft ganzheitlich denkenDie zirkuläre Wirtschaft beruht darauf, dass der gesamte Produktlebenszyklus in den Blick genommen wird und alle Akteure ihren Beitrag leisten. Nur so können alle Stellschrauben genutzt und das Ergebnis optimiert werden. Dies betrifft die Designphase, aber auch die Optimierung der Recyclingprozesse sowie das effiziente Sammeln und Sortieren. Insbesondere das Zusammenspiel von Bedruckung und Recyclingprozess muss ganzheitlich betrachtet werden. Die Lack- und Druckfarbenindustrie wird ihre Rolle im Transformationsprozess zu einer zirkulären Wirtschaft spielen und Lösungen für viele der damit verbunden Herausforderungen im Sinne des „Design for Recycling“ entwickeln. Gelingen kann die Transformation jedoch nur, wenn neben diesen Bemühungen auch die Recyclingprozesse verbessert werdenDe-inking-Schritt bei Kunststoffen etablierenDas De-inking von Post-Consumer-Kunststoffabfällen gilt als der bevorzugte Weg zur Verbesserung der Kreislauffähigkeit von bedruckten Kunststoffmaterialien. Die flächendeckende Etablierung von De-inking-Schritten im Recycling von bedruckten Kunststoffverpackungen ist also entscheidend, um die ambitionierten Recyclingquoten zu erreichen. Um das De-inking von Kunststoffabfällen zu fördern und technologische Fortschritte zu gewährleisten, ist die Zusammenarbeit mit Recyclingunternehmen und anderen interessierten Akteuren erforderlich.Die Mitgliedsunternehmen des Europäischen Verbands der Druckfarbenhersteller „EuPIA“ haben bereits Lösungen für das De-inking von bedruckten Kunststoffen entwickelt. Die Branche arbeitet zusammen mit der Recyclingindustrie an noch effizienteren Lösungen, um die Rückgewinnung von Kunststoffen zu ermöglichen und die Kreislauffähigkeit von Kunststoffverpackungen zu erreichen.EuPIA-position-paper-on-deinking- of-plastic-packaging-waste.pdfAlexander SchneiderLeiter Kommunikation19.04.2024Tel.: 069 2556 1707eMail: schneider@vci.de ... See MoreSee Less
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